Gruppensieger trotz Niederlage
Es war ein Abschluss mit Schönheitsfehler: Obwohl die deutsche Nationalmannschaft ihr letztes Gruppenspiel mit 1:2 gegen Ecuador verlor, beendet das Team von Julian Nagelsmann die Gruppe E auf dem ersten Platz. Der Gruppensieg war dank der Ergebnisse zuvor nicht mehr in Gefahr, die Art und Weise des Auftritts sorgt vor der K.o.-Runde aber für Diskussionen.
Der Gegner: Paraguay
Im Sechzehntelfinale trifft Deutschland am Montag auf Paraguay. Die Südamerikaner zogen als Dritter der Gruppe D in die K.o.-Phase ein und sind ein unbequemer Gegner: kompakt, zweikampfstark und mit einer Spielweise, die auf Wucht und Disziplin setzt. Für eine deutsche Mannschaft, die zuletzt gerade in der Physis Schwächen offenbarte, ist das eine echte Warnung.
Hofmann mahnt
Auch aus der Mannschaft kommen mahnende Worte. Mittelfeldspieler Jonas Hofmann warnte bereits vor der „sehr aggressiven und gierigen" Spielweise der Paraguayer und forderte von seinen Kollegen volle Konzentration. Ein erneuter Auftritt wie gegen Ecuador, mit zu vielen leichten Fehlern, könnte im K.o.-Modus sofort bestraft werden.
Jetzt zählt nur das Weiterkommen
Das Gute aus deutscher Sicht: In der K.o.-Runde ist die Tabelle Geschichte, es zählt nur das eine Spiel. Nagelsmann hat einige Tage Zeit, um die offensichtlichen Baustellen zu bearbeiten und seine Schlüsselspieler in Form zu bringen. Gelingt das, ist Deutschland gegen Paraguay klarer Favorit. Verschläft das DFB-Team den Start aber erneut, könnte die WM früher enden als erhofft.