Ein Fehlstart mit Folgen
Nach nur gut einer Minute schien alles nach Plan zu laufen: Leroy Sané traf früh zum 1:0. Doch Ecuador schlug zurück, glich durch Nilson Angulo aus und drehte die Partie noch zum 2:1. Am Ende stand für Deutschland eine 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel, die trotz des feststehenden Gruppensiegs für gedämpfte Stimmung sorgt.
Kroos findet klare Worte
Besonders deutlich wurde Toni Kroos. Der Weltmeister von 2014, längst als Experte gefragt, kritisierte vor allem die fehlende Robustheit: „Wir sind halt keine physische Mannschaft." Gegen die zweikampfstarken Ecuadorianer habe man genau das gespürt. Kroos forderte mehr Unangenehmes im deutschen Spiel: Es müsse „eklig" sein, gegen Deutschland anzutreten, und genau das gelinge derzeit nicht.
Die Presse reagiert alarmiert
Auch die Medien sparten nicht mit Kritik. „So sind wir bald raus" titelte ein Teil der Presse, die Einzelkritiken fielen hart aus: zu viele Aussetzer, ein wackeliger Manuel Neuer und eine Offensive, die kaum Durchschlagskraft entwickelte. Dass Deutschland trotzdem Erster wurde, geriet fast zur Nebensache.
Aufstehen vor dem Sechzehntelfinale
Die gute Nachricht: Im K.o.-Spiel gegen Paraguay zählt nur das Ergebnis, nicht der Eindruck der Vorrunde. Nagelsmann muss sein Team nun schnell wachrütteln, in der Defensive stabiler und in den Zweikämpfen griffiger werden. Sonst droht der Mannschaft trotz Gruppensieg ein böses Erwachen.