Jonathan Tah, der stille Chef im deutschen Spielaufbau

Jonathan Tah, der stille Chef im deutschen Spielaufbau

Jonathan Tah überzeugt bei der WM mit starkem Aufbauspiel. Rüdiger adelt den Abwehrmann als neuen Chef, Deutschland profitiert von seiner Ruhe am Ball.

Marcel Brandt23. Juni 2026
DeutschlandDFBJonathan TahAntonio RüdigerWM 2026Gruppe E

Der Mann für den ersten Pass

Während bei Deutschland nach den Toren meist die Offensivspieler im Rampenlicht stehen, wächst im Hintergrund ein anderer Akteur in eine Schlüsselrolle hinein: Jonathan Tah. Der Innenverteidiger ist im deutschen Spielaufbau zu einer festen Größe geworden und sticht vor allem mit der Zahl seiner linienbrechenden Pässe heraus, also jenen Bällen, die gegnerische Reihen überspielen und Tempo ins Spiel bringen.

Lob vom Abwehrkollegen

Dass Tahs Bedeutung längst nicht nur Statistiker erkennen, zeigt eine Aussage seines Nebenmanns: Antonio Rüdiger bezeichnete Tah als den neuen Chef in der Abwehr. Ein bemerkenswertes Kompliment, denn Rüdiger selbst galt lange als der Organisator der DFB-Defensive. Gemeinsam bilden die beiden bei diesem Turnier ein Abwehrzentrum, das Sicherheit ausstrahlt und das Spiel zugleich von hinten heraus ankurbelt.

Stabilität für die K.o.-Runde

Nach dem 7:1 gegen Curaçao und dem mühevollen 2:1 gegen die Elfenbeinküste steht Deutschland als Gruppensieger fest. Vor der K.o.-Runde ist Tahs ruhige, vorausschauende Art genau das, was die Mannschaft von Julian Nagelsmann braucht. Wenn die Offensive einmal nicht zündet, kann ein sauberer Aufbau aus der Abwehr den entscheidenden Unterschied machen.

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