Klare Ansage des früheren Bundestrainers
Kurz vor dem WM-Start hat sich Jürgen Klinsmann mit einer deutlichen Empfehlung an seine Nachfolger zu Wort gemeldet. Die Nationalmannschaft solle bei der Weltmeisterschaft auf politische Botschaften verzichten. „Man geht als Mannschaft nicht in ein Land, um politische Botschaften zu übermitteln. Das gehört sich nicht“, sagte der Weltmeister von 1990.
Der Verweis auf Katar und Russland
Klinsmann untermauerte seine Haltung mit Blick auf zurückliegende Turniere: Wer aus der Distanz Zeichen setze – „ob Katar oder Russland“ –, erzeuge vor allem „schlechtes Karma“. Eine unmissverständliche Anspielung auf die Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit.
Das Nachbeben der „Mund-zu“-Geste
Hintergrund ist das Armbinden-Debakel bei der WM 2022. Die DFB-Auswahl wollte mit der „One Love“-Binde ein Zeichen für Vielfalt setzen, beugte sich am Ende aber dem Verbot der FIFA. Übrig blieb das ikonische Mannschaftsfoto, auf dem sich die Spieler unter Hansi Flick demonstrativ die Hand vor den Mund hielten – ein Bild, das bis heute nachhallt.
Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf schlug zuletzt leisere Töne an: Man tue gut daran, nicht reflexartig jedes politische Ereignis zu kommentieren. Mehr zur deutschen Gruppe in unserer Gruppen-Analyse.
Hinweis: Wetten erst ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele verantwortungsbewusst.