Deutliche Worte eines Weltmeisters
Philipp Lahm, Kapitän der Weltmeister-Elf von 2014, hat sich in einem Gastbeitrag ungewohnt scharf zur FIFA und ihrem Präsidenten Gianni Infantino geäußert. Sein Vorwurf in der Kurzfassung: Die WM werde verkauft, und das raube dem Fußball seine Glaubwürdigkeit. Lahm, der ein großes Turnier organisatorisch verantwortet hat, spricht dabei als jemand, der die Mechanismen des Weltverbands aus der Nähe kennt.
Ticketpreise und politische Nähe
Konkret stört sich Lahm an den hohen Eintrittspreisen. Aus seiner Sicht maximiert die FIFA die Einnahmen, ohne ehrliche Angaben zur tatsächlichen Nachfrage zu machen. Am bedenklichsten findet er aber Infantinos Nähe zu Machthabern wie US-Präsident Donald Trump. Lahm äußert offen den Verdacht, dass Funktionäre persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen könnten.
Nicht nur Kritik
Bei aller Schärfe bleibt Lahm differenziert. Die Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 32 auf 48 Mannschaften verteidigt er ausdrücklich: Es sei Aufgabe der FIFA, den Fußball weltweit zu fördern, und das gehe nur über mehr Teilhabe. Sportliche Qualitätsunterschiede müsse man dafür in Kauf nehmen. So wird aus der Abrechnung kein pauschales Wettern, sondern die klare Standortbestimmung eines Mannes, dem der Fußball am Herzen liegt.
Alle Partien der WM 2026 findest du in unserem Spielplan.
Hinweis: Wetten erst ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele verantwortungsbewusst.