Der Weltmeister von 2014 als Mahner
Kurz vor dem deutschen WM-Auftakt am Sonntag gegen Curaçao hat sich Thomas Müller zu den Titelambitionen der Nationalmannschaft geäußert – diesmal nicht als Spieler, sondern als TV-Experte. Müller, der inzwischen in der MLS bei den Vancouver Whitecaps spielt und das Turnier als Analyst begleitet, bremst die Euphorie mit Augenmaß.
„Genug Qualität, aber noch nicht gereift“
Der Weltmeister von 2014 sieht in der DFB-Auswahl reichlich individuelle Klasse: Die Mannschaft habe genug Qualität, um an einem guten Tag jede Top-Nation zu schlagen. Was ihm fehle, sei die Konstanz. Müller zieht dabei eher Parallelen zur WM 2010 als zum Triumph von 2014 – das aktuelle Team stehe nicht am Ende einer langen gemeinsamen Entwicklung, sondern eher am Anfang.
Favorit? Eher nicht
Als einen der ganz großen Turnierfavoriten will Müller die DFB-Elf deshalb nicht einordnen. Die Botschaft des Routiniers ist dennoch keine Absage an größere Träume, sondern ein realistischer Appell: Wer weit kommen will, muss seine Klasse über mehrere Spiele konstant abrufen – und genau das ist die offene Frage dieses Turniers.
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