Eine nüchterne Einordnung
Während rund um den WM-Start die Hoffnung wächst, bleibt Matthias Sammer betont sachlich. Der frühere Europameister und heutige Berater von Borussia Dortmund zählt die deutsche Nationalmannschaft zwar zur „erweiterten Weltspitze“ – einen ernsthaften Titelkandidaten sieht er in ihr aber nicht. Zu oft beobachte er „Dinge auf dem Platz, die nicht passieren dürfen, wenn man um den Titel mitspielen will“.
Die fehlende Identität
Sammers Kritik zielt auf den Kern: Die Mannschaft bringe ihre Spiele nicht konsequent zu Ende und begnüge sich damit, eine Partie „zu 80 bis 90 Prozent“ zu kontrollieren. Vor allem aber vermisst er die „ureigene Identität“ des deutschen Fußballs – jene Tugenden, für die das DFB-Team über Jahrzehnte gefürchtet war, gerade in der Defensive.
Glaube trotz Kritik
Bei aller Strenge schlägt Sammer am Ende versöhnliche Töne an: „Ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben, dass wir etwas erreichen können.“ Und er stellt klar: „Ich glaube an uns: Wir sind gut.“ Den WM-Titel, so der 58-Jährige, wünsche er dem eigenen Land von Herzen.
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