Paraguays WM ist nach der 0:1-Niederlage gegen Frankreich beendet, doch für Gesprächsstoff sorgt vor allem die Art und Weise. Nach dem intensiven Achtelfinale hagelte es Kritik an der Mannschaft von Gustavo Alfaro und an der Spielleitung. Zahlreiche harte Zweikämpfe, Rudelbildungen und Unterbrechungen prägten eine der ruppigsten Partien des Turniers.
Aus paraguayischer Sicht war der Auftritt Ausdruck der eigenen Idee: tief stehen, dagegenhalten, den Favoriten aus dem Rhythmus bringen. Genau mit diesem Rezept hatte La Albirroja zuvor Deutschland aus dem Turnier geworfen. Gegen Frankreich ging die Rechnung nicht auf, weil Mbappé vom Punkt die Entscheidung herbeiführte.
Die Debatte pendelt seither zwischen zwei Polen. Die einen werfen Paraguay überzogene Härte und Zeitspiel vor, die anderen sehen eine clevere, wenn auch grenzwertige Auslegung der K.o.-Mittel eines Außenseiters. Unstrittig ist: Alfaros Team hat sich teuer verkauft und hinterlässt bei dieser WM einen bleibenden Eindruck, wenn auch einen zwiespältigen.