Kurz vor dem Abflug: Die Schweiz reist ohne ihren Mittelstürmer
Ein kurioser Reise-Zwischenfall überschattet den WM-Start der Schweizer Nationalmannschaft: Stürmer Breel Embolo konnte am Dienstag nicht mit der Nati in die USA fliegen. Der Grund: Seine elektronische Einreisegenehmigung für die USA (ESTA) wurde kurzfristig zurückgezogen.
Dabei hatte alles planmäßig begonnen – das ESTA war zunächst genehmigt worden. Doch um 10:30 Uhr, keine drei Stunden vor dem Abflug ab Zürich Richtung Los Angeles, folgte die Kehrtwende. Die Mannschaft startete ohne den Monaco-Angreifer.
Hintergrund ist eine rechtskräftige Verurteilung aus dem Jahr 2018: Embolo wurde damals wegen wiederholter Drohungen schuldig gesprochen. Für verurteilte Straftäter reicht ein ESTA nicht aus – erforderlich ist ein reguläres B-Visum, das beim amerikanischen Konsulat in Bern beantragt werden muss. Ein deutlich aufwendigeres Verfahren als die sonst übliche Online-Genehmigung.
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) gibt sich jedoch optimistisch, dass Embolo das Visum zügig erhält und dem Team nachreist. Sein Einsatz in Gruppe B – wo die Schweiz auf Kanada, Bosnien-Herzegowina und Katar trifft – wäre damit noch nicht gefährdet. Stand jetzt bleibt Embolo ein Unruhefaktor in der Turnierplanung, den der SFV lieber nicht gehabt hätte.
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