Eklat um Son Heung-min: Südkoreas Nationalteam boykottiert die eigenen Medien

Eklat um Son Heung-min: Südkoreas Nationalteam boykottiert die eigenen Medien

Nach abfälligen Bemerkungen über Kapitän Son verweigert Südkorea bei der WM die Zusammenarbeit mit heimischen Journalisten. Der Verband ist „zutiefst enttäuscht“.

Marcel Brandt16. Juni 2026
SüdkoreaSon Heung-minWM 2026Gruppe AMedien

Ein Aufnahmegerät als Auslöser

Bei der südkoreanischen Nationalmannschaft ist das Verhältnis zur heimischen Presse zerrüttet. Auslöser war eine geleakte Szene von einer Trainingseinheit Anfang Juni im mexikanischen Guadalajara: Vor laufender Kamera sollen Reporter Kapitän Son Heung-min verspottet und sich über dessen Befreiung vom regulären Militärdienst lustig gemacht haben.

Boykott als Antwort

Die Konsequenz war drastisch: Das Team stellte jegliche Zusammenarbeit mit den koreanischen Medienvertretern ein. Der Verband zeigte sich „zutiefst enttäuscht“, der Vorfall löste in Südkorea eine breite Debatte über den Umgang der Journalisten mit den eigenen Spielern aus. Der Sekretär des koreanischen WM-Pressekorps trat zurück, das Korps übernahm die Verantwortung für den Bruch der ethischen Regeln.

Entschuldigung – und offene Fragen

Eine Delegation suchte in Mexiko das persönliche Gespräch mit Son und entschuldigte sich. Der Kapitän nahm die Entschuldigung an – ob das Team den Boykott damit beendet, blieb zunächst offen. Mitten in der Gruppenphase mit Mexiko, Südafrika und Tschechien ist die Unruhe rund um die Mannschaft die letzte Schlagzeile, die sich Südkorea gewünscht hätte.

Mehr zur Konstellation in unserer Analyse der Gruppe A.

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