Frust nach verschenktem Sieg
Das 1:1 gegen Katar hat bei der Schweizer Nationalmannschaft für mächtig Zündstoff gesorgt. Kapitän Granit Xhaka ging unmittelbar nach dem späten Ausgleich hart mit dem Team ins Gericht – vor allem mit den Einwechselspielern. Es habe an Disziplin und an der nötigen Ordnung gefehlt: „Man muss auch einfach mal das machen, was der Trainer verlangt“, schimpfte der Kapitän.
Yakin bleibt betont ruhig
Trainer Murat Yakin reagierte gelassen auf die deutlichen Worte seines Spielführers. „Mit Granit wird es nie langweilig. Er will immer gewinnen und strebt nach Perfektion“, sagte der Nati-Coach. Stehen lassen wollte er die Kritik aber nicht: Yakin kündigte an, das Thema in einem Vieraugengespräch mit Xhaka zu klären – und nahm die Einwechselspieler ausdrücklich in Schutz.
Selbstkritik statt Schuldzuweisung
Statt die Verantwortung auf die Joker abzuwälzen, schlug Yakin selbstkritische Töne an. Er müsse analysieren, ob seine Wechsel die richtigen gewesen seien: „Ich muss mich an der eigenen Nase nehmen.“ Bei aller Enttäuschung verwies der Trainer zugleich auf die spielerische Dominanz seiner Mannschaft – 68 Prozent Ballbesitz und 26 Abschlüsse sprächen eine klare Sprache. Was fehlte, war nur das zweite Tor.
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